3157 Immer Machen und Tun

3157 Immer machen und tun

„Ich bin immer am Machen und Tun, aber keiner dankt es mir.“ Hast du diesen Gedanken auch schon gehabt?

Du kannst noch mehr machen. Du kannst dich noch stärker anstrengen. Trotzdem werden es dir viele Menschen nicht danken. Warum? Weil dein Einsatz für sie längst selbstverständlich geworden ist.

Es ist selbstverständlich, dass du immer da bist. Es ist selbstverständlich, dass du funktionierst. Es ist selbstverständlich, dass du alles erledigst.

Doch selbstverständlich sollte das nicht sein.

Die entscheidende Frage lautet: Wo ist deine eigene Wertschätzung geblieben? Du kannst nicht von anderen erwarten, dass sie dich wertschätzen, wenn du selbst deinen Wert nicht erkennst.

Du darfst zuerst lernen, dich selbst zu achten. Je mehr du dich wertschätzt, desto klarer zeigst du anderen, wie sie mit dir umgehen dürfen. Lässt du dich dagegen wie einen Putzlappen behandeln, den man benutzt und anschließend in die Ecke wirft, darfst du dich nicht wundern, wenn andere genau damit weitermachen.

Wie behandelst du dich selbst? Warum setzt du keine Grenzen? Warum machst du immer weiter?

Vielleicht bäumst du dich kurz auf und sagst etwas. Dann bekommst du Gegenwind, ziehst dich wieder in dein Schneckenhaus zurück und machst erneut alles für die anderen.

Das kann im Beruf passieren, in der Partnerschaft, in der Familie oder in einem Verein. Je höher deine Selbstachtung ist, desto eher werden dich auch andere Menschen achten und respektieren.

Die Frage ist: Wie lange möchtest du dieses Spiel noch mitmachen?

Viele sagen: „Mir reicht es langsam. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte.“ Vielleicht suchen sie Hilfe, behandeln aber nur die Folgen ihrer Belastung. Doch wenn du die Ursache nicht anschaust, wird sich an deinem Leben nichts Grundlegendes verändern.

Deshalb darfst du lernen, zu dir selbst zu stehen. Dafür ist es wichtig, dass du dich kennenlernst und dir bewusst machst, was du alles kannst.

Wie oft wirst du von anderen niedergemacht?

„Du bist zu dumm.“

„Du kannst das nicht.“

„Das hast du noch nie gekonnt.“

Ich sehe Männer, die respektlos mit ihren Frauen umgehen. Es gibt ebenso Frauen, die ihre Männer fertigmachen. Eltern beschimpfen ihre Kinder, Kinder ihre Eltern.

Was ist das für ein Umgang?

Der eine verhält sich respektlos, und der andere läuft herum wie ein geprügelter Hund. Anschließend kommen die Entschuldigungen:

„Mein Mann ist eben so.“

„Meine Frau hatte eine schwere Kindheit.“

„Mein Sohn steht gerade unter Stress.“

Eine schwierige Vergangenheit oder eine belastende Situation kann manches erklären. Sie rechtfertigt aber keine dauerhafte Respektlosigkeit.

Es gibt Grenzen. Diese Grenzen beginnen dort, wo die Würde und die persönlichen Grenzen eines anderen Menschen nicht mehr respektiert werden.

Zuerst musst du deine eigenen Grenzen kennen. Du musst wissen: Bis hierher und keinen Schritt weiter. Jetzt ist Schluss.

Dann musst du bereit sein, konsequent zu handeln.

Oft hält dich die Angst zurück. Du hast Angst, deine Arbeitsstelle zu verlieren. Du hast Angst, deinen Partner, deine Kinder oder deine Eltern zu verlieren.

Diese Angst begleitet viele Menschen wie ein roter Faden. Sie entsteht häufig durch Erfahrungen, Erziehung und das Umfeld. Wer früh gelernt hat, sich anzupassen, um Anerkennung oder Liebe zu bekommen, trägt dieses Muster oft bis ins Erwachsenenalter weiter.

Angst macht dich gefügig und verhindert, dass du klar entscheidest.

Deshalb ist es wichtig, aus dieser Angst herauszukommen. Der Satz „Ich bin eben so“ ist keine Lösung. Du bist geprägt durch deine Erziehung, dein Umfeld, deine Glaubenssätze und deine bisherigen Erfahrungen. Nur du kannst diese Muster erkennen und verändern.

Ende August lade ich dich nach St. Moritz ein. Zweieinhalb Tage schauen wir ganz genau hin: Was treibt dich an? Warum sagst du nicht Nein? Warum stellst du deine eigenen Bedürfnisse immer wieder zurück?

Du lernst, zu dir zu stehen, deine Grenzen zu erkennen und ein klares Nein auszusprechen, wenn etwas nicht mehr zu deiner Welt gehört.

Willst du weiter leiden oder bist du bereit für Veränderung?

https://bit.ly/NEIN-Seminar-Podcast

Bis zum Wiedersehen.

Tschüss, bye-bye, dein Ernst.

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