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3160 Nein zu deinem Chef
Sage auch deinem Chef gegenüber öfter einmal Nein.
Natürlich geht es nicht darum, trotzig zu reagieren oder Aufgaben grundsätzlich abzulehnen. Es geht darum, klar zu kommunizieren, Prioritäten zu setzen und deine eigenen Grenzen zu kennen.
Du hast ein bestimmtes Aufgabengebiet. Gleichzeitig wünsche ich dir, dass du in einer Firma mit einer echten Vision arbeitest. Eine Firma sollte innovativ sein, neue Dinge ausprobieren und sich weiterentwickeln. Arbeit darf Freude machen. Es sollte etwas bewegt werden und nicht jeden Tag nur das gleiche 08/15-Programm ablaufen.
Schwierig wird es jedoch, wenn ständig neue Aufgaben auf deinem Tisch landen:
„Könntest du das noch schnell erledigen?“
„Könntest du hier noch kurz helfen?“
„Könntest du das bitte vorziehen?“
Gerade wenn ein Chef viele neue Ideen hat, kann ein Mitarbeiter schnell den Überblick verlieren. Du beginnst eine Aufgabe, wirst unterbrochen und sollst sofort etwas anderes erledigen. Kurz darauf kommt schon der nächste Auftrag.
Am Ende fragt der Chef möglicherweise: „Warum ist die erste Aufgabe noch nicht fertig?“
Genau hier musst du lernen, klar zu kommunizieren.
Du kannst zum Beispiel sagen:
„Ich bearbeite gerade diese Aufgabe. Soll ich sie zuerst fertigstellen oder soll die neue Aufgabe jetzt Vorrang haben?“
Oder:
„Gerne übernehme ich das. Welche meiner bisherigen Aufgaben darf dafür warten?“
Das ist kein unhöfliches Nein. Es ist ein verantwortungsvolles Nein. Du stellst sicher, dass dein Chef die Prioritäten festlegt und dass nicht alles gleichzeitig von dir erwartet wird.
Ein einfaches „Nein, mache ich nicht“ wäre möglicherweise trotzig und wenig konstruktiv. Ein klares, begründetes Nein zeigt dagegen, dass du zuverlässig arbeitest und deine Aufgaben ernst nimmst.
Grenzen zu setzen, bedeutet nicht, die Arbeit zu verweigern. Grenzen zu setzen bedeutet, Verantwortung für die Qualität deiner Arbeit zu übernehmen.
Ich wünsche dir, dass du in einer Firma arbeitest, in der du respektiert wirst, von deinem Chef, deinen Kollegen und den Kunden. Respekt auf Augenhöhe ist eine wichtige Voraussetzung für gute Arbeit.
Du solltest nicht jeden Freitag denken:
„Endlich ist Wochenende.“
„Endlich habe ich meine Ruhe.“
„Hoffentlich kommt bald der nächste Urlaub.“
Natürlich darfst du dich auf deine Freizeit freuen. Wenn du aber jeden Arbeitstag nur noch überstehen möchtest, solltest du genau hinschauen, was nicht mehr stimmt.
Am Ende wirst du auch daran gemessen, was du tatsächlich bewegt und abgeschlossen hast. Sagst du zu jeder neuen Aufgabe Ja, aber nichts mehr konzentriert fertigstellen kannst, hilft das weder dir noch dem Unternehmen.
Fehlende Grenzen führen häufig zu Frust, Überforderung und dauerhaftem Stress. Vielleicht gehst du irgendwann nur noch widerwillig zur Arbeit. Vielleicht schläfst du schlecht oder fühlst dich ständig erschöpft.
Warte nicht darauf, dass andere deine Überforderung von allein bemerken.
Wenn du keine Grenzen setzt, wissen andere möglicherweise gar nicht, dass deine Belastungsgrenze längst erreicht ist. Menschen orientieren sich häufig daran, was du zulässt und wie viel du immer wieder übernimmst.
Das gilt gegenüber dem Chef genauso wie gegenüber Kollegen, Mitarbeitern oder der Familie.
Deshalb ist es wichtig zu lernen, rechtzeitig Stopp zu sagen. Nicht aggressiv, nicht beleidigt und nicht respektlos, sondern klar und sachlich.
„Das schaffe ich heute nicht mehr in der notwendigen Qualität.“
„Dafür benötige ich mehr Zeit.“
„Bitte sagen Sie mir, welche Aufgabe jetzt Priorität hat.“
„Diese zusätzliche Aufgabe kann ich übernehmen, wenn eine andere verschoben wird.“
Solche Sätze schaffen Klarheit.
Ein ehrliches Nein ist oft besser als ein überfordertes Ja.
Du darfst deine Arbeit engagiert machen. Du darfst dich einbringen, neue Ideen unterstützen und Verantwortung übernehmen. Aber du musst nicht alles gleichzeitig tragen.
Ende August gehen wir in St. Moritz genau solchen Fragen nach. Wie setzt du klare Grenzen? Wie kommunizierst du deine Bedürfnisse? Wie stehst du zu dir, ohne ständig Angst vor den Reaktionen anderer zu haben?
Für die ersten vier Plätze gibt es einen besonderen Seminarpreis von 497 Euro. Hier findest du das aktuelle Seminar: https://bit.ly/NEIN-Seminar-Podcast
Jetzt liegt die Entscheidung bei dir. Finde zu dir und gestalte dir ein traumhaftes, schönes Leben.
Tschüss, bye-bye, dein Ernst.
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